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"Streithähne" von Norbert Marten, Amtsgericht Brake
"Streithähne" von Norbert Marten

Zwei Hähne, gesockelt vor dem Amtsgericht stellen noch keine Streithähne dar. Erst die
Gestik von Streit und Standpunkte, die sie vertreten, kennzeichnen die Dramatik der
Auseinandersetzung und eine Notwendigkeit zur Klärung des Streits im Amtsgericht.

Der Künstler Norbert Marten aus Westerstede führte für dieses Drama die Regie. Er
setzte seine bildhauerischen Fähigkeiten aussagekräftig so ein, dass die beiden Hähne
menschliche Züge erkennen lassen und deren Sockel zu einer Metapher verdrehter
oder verschobener Positionen einer Standhaftigkeit
vor dem Gesetz werden.

So betrachtet zeigt einer der Kontrahenten ein ausgeprägtes Gehabe von Überlegenheit, plustert
sich besonders im Kopf– und Halsbereich auf, greift mit den Krallen eines Beines an und verstärkt sein
Bemühen um Balance mit dem anderen Bein. Allerdings hat sich sein Sockel, sein subjektiver Standpunkt,
bereits verschobenen….

Der andere tritt auf den ersten Blick eher unterwürfig auf.
Sein Kopf gesenkt, aber angriffsbetont beobachtend, wirkt dieser nicht weniger gefährlich.
Seine Stärke liegt eher im Körperlichen, was an der Massivität des Rumpfes erkannt werden kann. Fest
in den Sockel verkrallt, scheint er einen gesicherten Standpunkt zu vertreten, doch seine subjektive
Sicherheit auf dem Sockel zeigt Verdrehungen.
Ob dieser Standpunkt stabil bleibt, ist ungewiss….

Die beiden „Streithähne“ aus Bronzeguss von Norbert Marten aus Westerstede, gegossen in der Gießerei
Harms in Oldenburg, sind hundertprozentig ein Fall für das Amtsgericht in Brake und der Einfall
des Justizvereins Brake-Wesermarsch e. V..
Ch. Mandos-Feldmann
 

Folder
Streithähne, Amtsgericht Brake


        Kleinplastik "Streithähne"
Norbert Marten
Auflage: 30 Exponate
2009

 

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